Robert Petschinka
Stilrichtung Malerei
Ort Obermallebern

  • 1956 – Geburt am 15. Jänner in Großmugl Niederösterreich
  • 1966 – Erste Auseinandersetzung mit der Malerei
  • 1971 – Kleidermacherlehre die mit der Meisterprüfung für Damen und Herrn abgeschlossen wird. Refa- Ausbildung für Arbeitstechnik
  • 1976 – Beginn der Tätigkeit in der Bekleidungsindustrie. Arbeitet als Betriebsleiter und Arbeitstechniker in diversen Betrieben
  • 1987 – Bruch mit der Industrie Hinwendung zu einem künstlerisch-kreativen Arbeitsbereich
  • 1992 – Weiterbildungen und pädagogische Akademie. Außerordentliche Befähigung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes an Berufsschulen. Arbeitet im Landesjugendheim Korneuburg, einer Institution, die sozial benachteiligten und verhaltensoriginellen Jugendlichen die Chance einer Berufsausbildung anbietet.
Er engagiert sich nicht nur auf dem handwerklichen Sektor, sondern vor allem auch im Bereich der Kunst. Versucht den jungen Damen und Herrn Kunst und Kreativität näher zu bringen. Fördert und führt Kulturprojekte, EU-Projekte, Schulprojekte in Wien und Niederösterreich, durch.

Seitdem sich die Kunst, wie dies in den letzten Jahren geschieht, wieder auf individuelle Positionen besinnt, seitdem hat auch das kulturelle Erbe und die lokale Prägung des Künstlers wieder an Bedeutung gewonnen. Ich unterscheide bei der individuell ausgerichteten Kunst zwei wesentliche Aspekte kultureller Tradition.

1.Die eine wird von der Umgebung des Künstlers geschaffen, vom Licht, von der Farbe, vom Erscheinungsbild, als auch von der Geschichte eines Ortes, von den Umständen einer Geschichte, und von der Sorge um den Menschen und die Zukunft. Dies alles wird, wenn auch zum Teil indirekt, in meinen Bildern und Entwürfen verarbeitet.

2. Der andere Aspekt der kulturellen Tradition ist eher rational, ist die bewusste Aneignung geschichtlicher und kulturgeschichtlicher Gegebenheiten. Für mich in der Geschichte der Malerei vor allem die Malerei der frühen Gotik, als auch die afrikanische Skulptur. Diese beiden Aspekte ergänzen oder überschneiden sich sehr oft.

Die lokale Prägung bedeutet aber nicht Provinzialität .

Mit der Rückbesinnung des Künstlers auf ein individuelles, enger abgestecktes Territorium, entsteht auch eine künstlerische Sprache, die nicht nur persönlich gefärbt ist, sondern überdies danach strebt, eine ganz persönliche erfahrene Weltanschauung zum Ausdruck zu bringen und nicht, sich einem ideologisches Kollektivbewusstsein anzuschließen. Ich selbst fühle mich eher als zeichnerischer Maler der den Umgang mit „Schwarz-Weiß“ als Ausdrucksmittel braucht. Meine Zeichnungen verstehe ich als eine Art von Tagebuch nach dem Motto: „Was mir der Tag so zuträgt“.

Hingegen steht in meinen Farbbilder oft Licht und Farbe in großen Kontrast zur schwarzen Linie und Fläche. Farbe immer weiter zurückzumalen und nur ihr letztes Aufleuchten bestehen zu lassen, darauf Konturen zu setzen um Spannung zu erzeugen, darum bemühe ich mich in meinen Arbeiten. Auch bei den Farbbildern interessiert mich der Mensch in seiner Befindlichkeit.


Werke:

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4