Betrachtung einer Leidenschaft in der Galerie grenzART Hollabrunn bis 26.6.2011

Die NÖ-Art-Ausstellung "Betrachtung einer Leidenschaft" in der Galerie grenzART Hollabrunn wurde am 27.5.2011 eröffnet. Zur Ausstellung sprach Robert Svoboda von der Universität für angewandte Kunst in Wien, die Begrüßung erfolgt vom Bürgermeister der Stadt Hollabrunn Erwin Bernreiter und die Eröffnung vollzog Marianne Lembacher, Abgeordnete zum NÖ Landtag.

Im Rahmen der Eröffnung wurden wiederum 2 Grafiken verlost: Heidemarie Diem gewann eine Grafik von Larissa Leverenz und Gertrude Stolba freute sich über den Gewinn einer Grafik von Helga Cmelka.

Folgende Künstlerinnen sind vertreten: Helga Cmelak, Babsi Daum, Regina Hadraba, Eva Hradil, Astrid Kitzler, Johanna Klement, Henriette Leinfellner, Larissa Leverenz, Desislava Unger, Flora Zimmeter. Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Zur Ausstellung: Drucken ist ein erregendes Erlebnis, eine Erfahrung, die diese Künstlerinnen im Laufe ihrer künstlerischen Entwicklung gemacht haben. Immer wieder zieht es sie zur Graphik. Während früher die Druckgraphik zum großen Teil eine „männlich“ besetzte Domäne war, sind es zunehmend Frauen, die sich mit „Leib und Seele“ diesem Medium hingeben. 10 Künstlerinnen zeigen druckgraphische Arbeiten in den Techniken Radierung, Siebdruck und Holzschnitt. Die zeitgenössische Druckgraphik ist facettenreich und hat sich schon lange von der bloßen Vervielfältigung eines Motivs weg bewegt. Künstlerinnen und Künstler, die sich intensiv mit Druckgraphik beschäftigen, mit diesem Medium arbeiten, benützen die Technik in erster Linie als Ausdrucksmittel, die Möglichkeit der Vervielfältigung, die „Auflage“ eines Blattes, ist zweitrangig. Die hier präsentierten Künstlerinnen arbeiten in kleinen Auflagen und verwenden verschiedene druckgraphische Techniken. Die Themen sind ebenso unterschiedlich wie ihre Art, sie künstlerisch umzusetzen.
Man findet das Zeichnerische, das Gestische ebenso wie die im Computer bearbeiteten, gerasterten Photographien, die dann als Vorlagen dienen. Die Künstlerinnen erzählen Geschichten in ihren Bildern, arbeiten seriell. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von figurativen Darstellungen bis zum Abstrakten. Die intensive Auseinandersetzung mit den zahlreichen Möglichkeiten der Druckgraphik, das „Eintauchen“ in dieses Medium, wirkt bei den Künstlerinnen, die sich darauf einlassen, wie eine „Sucht“ – eine Begierde, eine Leidenschaft, die nach mehr verlangt.